RANGSDORF - Seit
gestern hat Rangsdorf einen 3000 Quadratmeter großen Spielplatz
– den größten in der Gemeinde. Aber es gibt auch Bänke in
Ruhebereichen, eine 15 mal vier Meter große Boulebahn, Tische
fürs Dame-, Mühle-, Schach- oder Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel.
Die Gemeinde ließ den Platz der Deutschen Einheit an der
Seebadallee/Ecke Puschkinstraße in neun Monaten Bauzeit zu einem
Park umgestalten, in dem sich alle Generationen wohlfühlen
sollen.180 000 Euro machte die Gemeinde Rangsdorf dafür locker.
Mit 242 950 Euro aus dem Konjunkturprogramm förderte die
Bundesrepublik den Bau. Der siebenjährige
Jan vom Hort "Räuberhöhle" schnitt beherzt
das Einweihungsband durch, um danach möglichst schnell auf ein
kleines Karussell zu springen. Außerdem locken eine
Kletteranlage, eine Nestschaukel, ein Spielhügel, zwei
Tischtennisplatten, eine elf mal elf Meter große umzäunte
Streetballanlage und ein Buddelkasten. Es gibt Fahrradständer,
Papierkörbe und Beleuchtung. Zehn Bäume und viele Sträucher
wurden neu gepflanzt. Sie sind der Ersatz für das Fällen einiger
großer Nadelbäume, die den Platz düster wirken ließen. Auch das
früher im Park stehende Pumpenhäuschen verschwand. An drei
Hydranten können Gärtner das Nass zum Bewässern der Fläche
entnehmen. Gras soll noch angesät werden. Die Pflege des Parks
liegt noch ein Jahr lang in den Händen einer Gartenbaufirma aus
Calau. Aber auch der Bauhof Rangsdorf wird nach dem Rechten
sehen. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) sagte zur Eröffnung:
"Einer der zentralen Punkte Rangsdorfs ist aufgewertet worden.
Ich hoffe, dass alles lange so schön bleibt." Die
Planungsgemeinschaft Böhler & Naumann legte ihr besonderes
Augenmerk auf wenig Pflegeaufwand und geringe Folgekosten für
die Gemeinde. So besteht die Kletteranlage großteils aus
Edelstahl. Als Fallschutz unterm Klettergerüst und unterm
Karussell dient nicht Sand, sondern Kunststoff. Um die Nachtruhe
der Anwohner nicht zu stören, darf der Spielplatz nur von 8 bis
20 Uhr benutzt werden. An den Wochenenden hat in der
Streetballanlage außerdem mittags Ruhe zu herrschen. Die
Schachfiguren und die Steine für Dame, Mühle und
Mensch-ärgere-dich-nicht kann man in der benachbarten Gaststätte
"Casa Grande" gegen das Hinterlegen von 10 Euro Pfand ausleihen.
Gleich am Eröffnungstag war der neu gestaltete Park von Menschen
jeden Alters bevölkert. Dirk Bassin und sein zwölfjähriger Sohn
Tim wechselten an der Tischtennisplatte die Bälle. "Wir haben
die Platte schon gestern getestet und werden bestimmt häufiger
hierher kommen", kündigten die beiden Rangsdorfer an. Als der
Bürgermeister ging, leerte sich der Park kurzzeitig – Klaus
Rocher hatte alle Kinder zu einem Eis ins „Casa Grande“
eingeladen. (Von Gudrun Schneck)
Die Abbildung von Personen auf der
Aufnahme (Bild) ist zufällig. Es entfällt das Recht am eigenen
Bild nach dem Pressegesetz.
Es wurden transparente Kennzeichnungen angebracht.